Das Bayerische Rote Kreuz (BRK)

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist einer von 19 Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes e.V.. Es ist aus historischen Gründen als einziger Landesverband nicht als eingetragener Verein, sondern als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert. Die Basis des BRK bilden die fünf Gemeinschaften (Bereitschaften, Wasserwacht, Jugendrotkreuz, Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Bergwacht). Diese stellen sich aufgrund Ihres Selbstverständnisses und seiner Möglichkeiten folgende Aufgaben:

• Verbreitung der Kenntnis des Humanitären Völkerrechts sowie der Grundsätze und Ideale der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

• Hilfe für Opfer von bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Notsituationen

• Förderung der Entwicklung Nationaler Rotkreuz-und Rothalbmond-Gesellschaften

• Verhütung und Linderung menschlicher Leiden, die sich aus Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Benachteiligung ergeben

• Förderung der Gesundheit, der Wohlfahrt und der Jugend

 Die Aufgaben sind insbesondere:

• Mitwirkung beim Schutz der Zivilbevölkerung

• Teilnahme an nationalen und internationalen Hilfsaktionen, bei diesen im Auftrag des DRK

• Suchdienst, Tätigkeit als Amtliches Auskunftsbüro nach den Genfer Rotkreuz-Abkommen, Mitwirkung bei der Familienzusammenführung und bei den mit diesen Aufgaben zusammenhängenden Hilfsaktionen

• Notfallrettung und Krankentransport

• Erste Hilfe bei Not- und Unglücksfällen

• Sanitätsdienst

• Alten- und Krankenpflege

• Blutspendedienst

• Mitwirkung im friedensmäßigen und erweiterten Katastrophenschutz

• Mitwirkung im Natur- und Umweltschutz

• Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe, Schwimmen und Rettungsschwimmen sowie im Gesundheitsschutz

• Sozialarbeit, vor allem Sorge für Kinder, Mütter, alte Menschen und Menschen mit Behinderungen

• Gesundheitshilfe, Gesundheitsbildung und vorbeugende Gesundheitspflege

• Jugendhilfe

• Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz

• Heranführung der Bevölkerung, insbesondere der Jugend, an die Grundsätze des Roten Kreuzes und Förderung des Rotkreuz-Gedankens an den Schulen

• Errichtung und Betrieb von Einrichtungen, die den Zielen des Bayerischen Roten Kreuzes dienen

• Vertretung gemeinnütziger juristischer Personen und Personenvereinigungen, deren Aufgaben den Zielen des Roten Kreuzes entsprechen, als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

 

Um diese Aufgaben bewältigen zu können, sind im BRK rund 130.000 aktive Mitglieder ehrenamtlich tätig. Ihre Arbeit wird unterstützt durch Spenden aus der Bevölkerung und den Beiträgen von rund 825.000 Fördermitgliedern.

Ethisches Handeln nach den Grundsätzen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes

Das Deutsche Rote Kreuz ist weltanschaulich neutral. Es engagiert sich seit 150 Jahren nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung:

Menschlichkeit: Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedlos Hilfe zu leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit, menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völern.

Unparteilichkeit: Sie unterscheidet nicht nach Nationen unterscheidet nich nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Maß ihrer Not zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben.

Neutralität: Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, enthält sie sich der Teilnamhe an feindseligkeiten wie auch, zu jeder Zeit, an politischen, rassischen, religiösen oder ideologischen Auseinandersetzungen.

Unabhängigkeit: Wenn auch die nationalen Gesellschaften den Behörden ihrer humanitären Tätigkeit als Hilfsgesellschaft zur Seite stehen und den jeweiligen Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln.

Freiwilligkeit: Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben.

Einheit: In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- Rothalbmondbewegung geben. Sie muss allen offen stehen und ihre Humanitäre Tätigkeit im ganzen gebiet ausüben. 

Universalität: Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. In ihr haben alle nationalen Gesellschaften gleiche Rechte und die Pflicht, einander zu helfen.

Die Kooperationen mit unseren Partnerorganisationen im Ausland basieren auf gemeinsam entwickelten Richtlinien zur Zusammenarbeit.

Weitere Informationen zum Bayerischen Roten Kreuz finden sie auf www.brk.de